Fünf Fragen an HSC Leu 1

Vor dem Stadtduell gegen den SV Kralenriede am morgigen Sonntag, haben wir uns mit HSC Leu-Trainer Murat Korkmaz zum Umbruch im Sommer sowie der aktuellen Situation in „Fünf Fragen – Fünf Antworten“ unterhalten.

Nach einem schweren Start mit vier Niederlagen in der Bezirksliga hat sich das Team von Trainer Murat Korkmaz und Dirk Kiwitt nach und nach gefunden und zeigt mit den jüngsten Ergebnissen eine klare Tendenz in Richtung Bezirksliga-Mittelfeld. Aus den letzten vier Spielen holte man sieben Punkte und verlor beispielsweise trotz Unterzahl denkbar knapp erst in der Nachspielzeit beim Tabellenführer SC RW Volkmarode mit 2:1.

KF-BS: Ihr hattet einen großen Umbruch in der Mannschaft. Wie habt ihr die verschiedenen Abgänge kompensiert?
Korkmaz: Wir haben einige Jungs aus der eigenen A-Jugend und der 2. Herren hochgezogen und hatten ihnen die Chance gegeben, sich in der Vorbereitung zu zeigen. Parallel habe ich natürlich mein Netzwerk angesprochen und 16 motivierte Spieler zu Leu geholt. Leider, war dieser große Umbruch nicht ganz so einfach zu meistern. Bis sich die Mannschaft gefunden hat und harmonierte, hat es gedauert. Das spiegelte sich auch in den ersten Spieltagen, was man an der Tabellensituation gesehen hat.

KF-BS: Worauf habt ihr bei der Kaderzusammenstellung Wert gelegt? Was war euch als Trainerteam wichtig?
Korkmaz: Das wichtigste war, dass wir Jungs holen wollten, die natürlich eine gewisse fußballerische Qualität besitzen, aber auch charakterlich gut zu uns passen. Dies ist leider nicht immer einfach. Gerade, wenn man eine klare Linie als Verein fährt, die heißt: kein Geld für Einzelne. Dies ist aber bedauerlicherweise Gang und Gäbe im Amateursport geworden. Wir haben uns aber als Team gefunden und agieren auch so.

„Wir hatten schon einige gute, bis sehr gute Spiele“

KF-BS: Aktuell habt ihr einen sehr jungen Kader. Wie entwickeln sich die Jungs und was könnt ihr aus ihnen für die restliche Spielzeit noch rausholen?
Korkmaz: Einigen der Jungs war der Aufwand für die Bezirksliga zu viel, ihre Ziele haben sich geändert. Daher war relativ schnell ein Konkurrenzkampf da, der sich auch bei der Trainingsbeteiligung zeigt. Wir haben einen stolzen Schnitt von 17-18 Spielern beim Training. Dieses ermöglicht uns als Trainer natürlich ein super Arbeiten. Auch die individuellen Fortschritte stimmen uns positiv und lassen uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Wir werden uns aber im Winter auf einigen Positionen verstärken müssen. Aber diesmal haben wir etwas mehr Zeit als zu Beginn der Saison.

KF-BS: Was habt ihr für Ziele in dieser Saison?
Korkmaz: Unser Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt. Wir sind auf einem sehr guten Weg. Das fehlende Selbstvertrauen haben sich die Jungs in einigen sehr guten Spielen erarbeitet. Jetzt müssen wir kontinuierlich unsere Leistung verbessern. Dann ist sogar ein einstelliger Platz mit der Mannschaft in der Tabelle möglich.

KF-BS: Welches Spiel hat dir bisher am Besten gefallen und welches gar nicht?
Korkmaz: Wir hatten schon einige gute, bis sehr gute Spiele. Was uns aber immer wieder überrascht, ist der Wille, Wege gehen zu wollen und die Disziplin, die Ordnung zu halten. Am besten war es im Spiel gegen den Spitzenreiter zu beobachten. Dort haben wir 55 Minuten in Unterzahl das Spiel gemacht und dem Gegner wirklich alles abgefordert. Leider haben wir etwas unglücklich verloren. Da fehlt dann der Mannschaft einfach noch die Erfahrung und Routine sowas über die Zeit zu bringen. Aber die Jungs machen uns immer wieder aufs Neue Stolz und sind auf einem sehr sehr guten Weg. Ein Spiel was mir gar nicht gefallen hat? Aus jedem Spiel ziehen wir positive und negative Dinge. Nur so können wir dazulernen und uns als Mannschaft weiterentwickeln. Die Jungs brauchen einfach noch etwas Zeit und die geben wir Ihnen.

Dirk Kiwitt (hinten) und Murat Korkmaz (vorne) meistern den Umbruch (Foto: Jens Grothe)

 

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Veröffentlicht am Autor: admin

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