Der Kreisliga-Check

Die höchste reine Braunschweiger Liga hat in diesem Jahr ordentlich an Potential dazugewonnen. Wir werfen einen Blick auf die Kreisliga und bilden uns unsere Meinung zu den Teams im Kreisliga-Check.

In der letzten Saison wurde es zum Ende nochmal spannend, als der MTV Hondelage eine ordentliche Serie hinlegen konnte und dem FC Wenden immer mehr auf den Pelz rückte. Am Ende behielt der FCW aber die Nerven und krönte eine starke und disziplinierte Saison mit dem Aufstieg in die Bezirksliga. Zeitgleich war das Abstiegsrennen früh entschieden und BSV Ölper 2 (5 Punkte) sowie der Lehndorfer TSV 2 (10 Punkte) verabschiedeten sich in Richtung Kreisklasse.

Starke Aufsteiger und ein ungewollter Absteiger 2018/2019

In der 1. Kreisklasse war es um den Kreisligaaufstieg lange spannend, bis sich der VfL Bienrode und TSV Timmerlah endgültig durchgesetzt hatten. Beide Mannschaften verfügen über erfahrene Spieler in ihrem Kader, sodass der Aufstieg keine Eintagsfliege war und sich beide definitiv schnell in der Kreisliga etablieren könnten. Vor allem in Timmerlah sorgten die Verantwortlichen für einige gute Neuverpflichtungen. Michael Malek (KS Polonia), Christian Kühni und Martin Borteczko (beide SV Broitzem) sind nur drei Namen von erfahrenen Kreisligaspielern.

Auch wenn Bienrode sich mit Transfermeldungen bisher noch bedeckt hält und lediglich Torhüter Denis Möller (SV Rühme) und Bastian Schäfer (FC Oldendorf) präsentierte, absolvierte man einige Testspiele gegen hochklassige Mannschaften. Zwar konnte man keines der Spiele gewinnen, aber gegen Teams wie TSV Lamme (0:6), TSC Vahdet (1:3), TSV Hillerse (4:0) und VfB Germania Halberstadt (0:10) gute Schlüsse ziehen und sich zum Teil wirklich stark präsentieren.

Zurück in der Kreisliga: Aufsteiger VfL Bienrode.

Als wohl stärkster Neuling findet sich der Zwangsabsteiger BSC Acosta 2 vom Franzschen Feld in der Kreisliga wieder. Seit sechs Jahren war man in der Bezirksliga aktiv und schloss diese in den letzten beiden Jahren sogar auf Platz drei und vier ab. Durch den Abstieg der ersten Herren in die Bezirksliga stieg man automatisch in die Kreisliga ab. Wenn BSC an die letzten zwei Jahre anknüpfen kann, könnte die Tabellenspitze über sie entschieden werden. Nicht unmöglich, denn der Kader ist weitestgehend zusammen geblieben. Allerdings ist für ein Aufstieg der Schwarz-Weißen Reserve vorausgesetzt, dass die 1. Mannschaft ebenfalls aufsteigt.

Entscheidet Konstanz oder deutliche Verstärkung im Aufstieg?

Beim MTV Hondelage kennen sich die Jungs zum Teil schon seit Kindesalter und spielen seit vielen Jahren zusammen. Diese Konstanz hat den Verein nicht nur in die Kreisliga geschossen, sondern mittlerweile auch zu einer der gefürchtetsten Mannschaften dort geformt. Vor allem die starke Offensive bereitet so manchen Trainern Kopfschmerzen. Und hungrig ist man beim MTV nicht erst seit der letzten Saison, wo man souverän Vizemeister der Kreisliga wurde. Aber reichen viele Tore in diesem Jahr zu einem Aufstiegsaspirant? Immerhin hat man starke Konkurrenten, die nicht schlafen.

Zum Beispiel den VfL Leiferde, der richtig auf dem Transfermarkt zugeschlagen hat und für einige dicke Überraschungen gesorgt hat. So sind mit unter anderem Jannik Scheike, Tuna Bayrak und Jan-Philipp Walther keine Unbekannten zur Dobrowolski-Truppe gewechselt. Torhungrig präsentierte man sich in den bisherigen Tests, in denen man mit 9:1 gegen den TSV Geitelde (1.- Kreisklasse) und 10:0 gegen SV Wendessen (Nordharzliga) gewann. Gegen den neuen Landesligisten TSV Lamme verlor man mit 5:0. „Gute Standortbestimmung! Lamme wischt mit uns den Boden auf“, berichtete man auf Facebook nach dem Spiel.

Seitdem die Thomsen-Brüder in der Gartenstadt sind, hat man sich spielerisch enorm weiterentwickelt. Nun wird auch der Kader deutlich ausgebaut und man konnte einige Hochkaräter verpflichten. Mit vor allem Kevin Kluk, der schon bereits in der vergangenen Saison ein paar Spiele im SVG-Trikot auflief, aber auch Spielern wie Niko Kolodzyk, Daniel Bank, Daniel Hauck, David Heimberg, Marcel Donig und Massimo Soranno (alle BSV Ölper) bekam man das Spielrecht von Kickern aus höheren Ligen. Als Ziel soll intern die Rede von den ersten drei Plätzen sein.

SV Gartenstadt mit unter anderem Kevin Kluk (links) als Titelanwärter.

Abstiegskampf: Wieder mal früh entschieden?

In diversen Kreisligaspielzeiten war der Abstieg bereits kurz nach der Winterpause entschieden und der Rückstand von mindestens dem letzten Tabellenplatz schon fast zu groß, um sich ohne ein Wunder noch retten zu können. Beispielsweise BSV Ölper 2 in der letzten Saison, die SG Watenbüttel/Völkenrode (2015/2016) oder TVE Veltenhof (2016/2017).

In dieser Spielzeit wirkt die Kreisliga vor Beginn allerdings deutlich ausgeglichener. Wie der zum Teil neuformierte KS Polonia abschneiden wird, ob sich der VfB Rot-Weiß mit vielen Spielern aus der 1. Kreisklasse durchsetzen kann und ob SV Melverode/Heidberg weiterhin die nötigen Punkte einfährt, bleibt abzuwarten.

Hinter FC Rautheim, Schwarzer Berg, Freie Turner 3, TV Mascherode und SV Broitzem stecken Wundertüten. Bei Broitzem gab es nach dem Abgang von Frank Dietrich einen kompletten Umbruch, der Schwarze Berg hatte einige Abgänge zu verzeichnen, Mascherode hat mit Timo Richter einen Hochkaräter verpflichtet und beim FC Rautheim gab es nur minimale Veränderungen zu den letzten Jahren. Freie Turner 3, als ehemalige Vierte aus dem Prinzenpark, spielte zuletzt in der 1. Kreisklasse stark auf, wurde zurecht Meister und glänzte vor allem durch ihr offensives und diszipliniertes Auftreten.

Man kann sich auf die Kreisliga freuen – mit vielleicht sogar deutlich mehr Spannung, als in den letzten Jahren!

Gerüchte unter anderem zur Kreisliga findet ihr hier.

 

 

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Veröffentlicht am Autor: JensG

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